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Westpol: NRW - Reiche Städte gegen arme Städte (05.09.2010) Die Kommunen vor dem finanziellen Kollaps zu retten – das war eins der zentralen Wahlversprechen von Rot-Grün. Jetzt hat die Regierung ihren "Aktionsplan Kommunalfinanzen" vorgestellt. Eine Idee: Reiche Städte sollen armen Städten unter die Arme greifen. Doch die wenigen wohlhabenden Städte in NRW wollen da nicht mitmachen – und drohen bereits mit einer Verfassungsklage.
Panorama: Undercover im Luxus-Altenheim: außen hui, innen pfui (02.09.2010) Er ist der "Günther Wallfraff" der Pflege - der Journalist Markus Breitscheidel arbeitete bereits vor zehn Jahren verdeckt als Pfleger in verschiedenen deutschen Altenheimen. Seine Diagnose von damals ist heute aktueller denn je: zu wenig Personal und menschenunwürdige Zustände.
Frontal 21: Was taugt die Rente mit 67? (31.08.2010) Das Renteneintrittsalter soll künftig schrittweise auf 67 erhöht werden, Arbeitnehmer müssen dann in Deutschland länger arbeiten. Doch wie soll das gehen? Bislang wollen deutsche Unternehmen ältere Beschäftigte eher loswerden als halten, die Erwerbsquote der über 55-Jährigen liegt gerade mal bei 54 Prozent.
Plusminus: Rente mit 67 (31.08.2010) Nach der aktuellen politischen Diskussion um das Gesetz aus dem Jahr 2007 hakt Plusminus nach: Welche Versorgungslücken entstehen bei der Rente mit 67 und wem droht Altersarmut?
Report Mainz: Wie klagewütige Anwohner den Bau von Kindertagesstätten verzögern und verhindern (30.08.2010) "Kinderlärm darf keinen Anlass für gerichtliche Auseinandersetzungen geben." Soweit der Anspruch der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag. Die Wirklichkeit: Geschäftstüchtige Anwälte nutzen bestehende Gesetze, damit die wohlige Ruhe in deutschen Wohngebieten nicht gestört wird.
Kontraste: Mythos Privatversicherung – verzweifelte Patienten kämpfen um ihr Recht (26.08.2010) Privatpatienten haben es besser, verheißt die Werbung! Sie werden bevorzugt behandelt und bekommen mehr Leistungen. Von wegen! Die privaten Versicherer locken vielmehr junge und gesunde Menschen mit Kampftarifen an, und im Alter droht die Armutsfalle.
Monitor: Leere Versprechen? Die Arbeitswirklichkeit hinter der neuen Fassade von Schlecker (19.08.2010) Alles sollte besser werden: Nach viel öffentlichem Wirbel um Lohndrückerei und Leiharbeit beim Drogeriediscounter Schlecker gelobte das Unternehmen Besserung. Und tatsächlich: Im Juni wurden mehrere Tarifabschlüsse mit der Gewerkschaft verdi bekanntgegeben. Außerdem versprach das Unternehmen, Leiharbeiter wieder in normale Arbeitsverhältnisse zu überführen. Also alles gut in Schlecker-Land? MONITOR-Recherchen zeichnen ein anderes Bild der neuen Arbeitswirklichkeit bei Schlecker. Die Autoren trafen Mitarbeiter, die noch immer unter Tarif bezahlt werden und die darüber klagen, dass Überstunden nicht ausbezahlt werden. Die schöne neue Schleckerwelt - für viele Beschäftigte offenbar mehr Schein als Sein.
Frontal 21: Heim statt Hilfe (17.08.2010) Seit spektakuläre Fälle von Verwahrlosung und Kindestod in die Öffentlichkeit drangen, herrscht Verunsicherung in vielen Jugendämtern. Die Folge: Immer häufiger werden im Namen des Kindeswohles Familien auseinandergerissen, die Kinder in Heimen untergebracht.
Frontal 21: Das Versagen der Kontrolleure (17.08.2010) Durch Wirtschaftskrisen und Kurzarbeit haben viele weniger Geld und mehr Zeit - für Schwarzarbeit. Die Schattenwirtschaft wird 2010 um weitere fünf bis sieben Milliarden Euro illegaler Einahmen ansteigen, so der Linzer Volkswirtschaftler Friedrich Schneider. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit soll diese Milliarden wieder eintreiben. Doch es fehlen Fahnder, und anstatt die Behörde effektiver zu gestalten, wird sie immer bürokratischer
Plusminus: Umgeschult und arbeitslos - Wie eine Qualifizierungsoffensive floppt (17.08.2010) Die Agentur für Arbeit hat 15.000 Arbeitslose zu Seniorenbetreuern ausgebildet. Nach der Qualifizierung haben nur wenige einen Job - sie sind den Pflege- und Altenheimen zu teuer oder die wenigen Stellen sind besetzt. Plusminus zeigt, wie unqualifiziert die Arbeitsagentur selbst vorgeht.
ZDF Reporter: Geld oder Gutscheine (12.08.2010) Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass die Regelsätze für Kinder bei Hartz IV neu festgelegt werden müssen. Vor allem sei der Punkt Bildung nicht zu Genüge berücksichtigt. Nun sollen Bildungsgutscheine ausgegeben werden.
Frontal 21: Mammutbehörde in der Kritik - Die Deutsche Rentenversicherung (10.08.2010) Jahr für Jahr kritisiert der Bundesrechnungshof die Rentenversicherung Bund. Der Mammutbehörde fehle ausreichendes Kostenbewusstsein, beispielsweise bei der Beratung. Außerdem würden mit Beitragsgeldern Luxus-Mieten gezahlt. Die Deutsche Rentenversicherung ist eine Riesenverwaltung, eine der größten Deutschlands: Mit 16 Trägern und rund 1000 Beratungsstellen ist sie selbst für Experten ein kaum mehr durchschaubares Gebilde
Frontal 21: IKEA: Niedrigsteuern auf Milliardengewinne (10.08.2010) ver.di: "Das ist asozial" - Komplexes Firmengeflecht
Report Mainz: Wie Kliniken Mitarbeiter auslagern und billig zurückleihen (09.08.2010) Altenheime, mobile Pflegedienste und Krankenhäuser setzen verstärkt Leiharbeiter ein - häufig Mitarbeiter, die zuvor in den gleichen Einrichtungen per Zeitvertrag angestellt waren. Zweck der Übung: Die Löhne zu drücken.
Fakt: Ärger mit der Sozialkasse Bau (02.08.2010) Die Sozialkasse Bau wurde 1949 gegründet, um Bauarbeitern zu einem Urlaubsgeld zu verhelfen. Noch heute entrichten Baufirmen dafür regelmäßig Beiträge an die Kasse. Das Problem: Viele Unternehmen wissen nicht, ob sie beitragspflichtig sind oder nicht. Das kann zu hohen Nachforderungen führen und für die Firmen sogar zur Insolvenz.
Panorama: Discounter Kik: Jagd auf arme Mitarbeiter (22.07.2010) Wer hohe Schulden hat, dem geht es schlecht genug. Wenn deshalb dann noch der eigene Job in Gefahr ist, wird es für die Betroffenen fatal. Doch genau davon berichten ehemalige Mitarbeiter des Textil-Discounters KiK.
Panorama: Volksentscheid Hamburg: Egoismus macht Schule (22.07.2010) "Ein großer Tag für die Demokratie! - Das Volk hat entschieden, gegen die Parteien." Das sind die Stimmen, die in Hamburg nach dem Volksentscheid gegen die Einführung einer Primarschule die Runde machen. Aber ist das ein Sieg für die Demokratie?
Plusminus: Pflegefälle - Viel Streit über die Gutachten (20.07.2010) Nicht nur bei den Gesetzlichen Krankenkassen, sondern auch bei den Pflegekassen scheint das Geld immer knapper zu werden. Pflegefälle werden vom Medizinischen Dienst eingestuft. Häufig gibt es Ärger über eine Ablehnung von Pflegeleistungen, die behandelnde Ärzte nicht nachvollziehen können. PLUSMINUS zeigt drastische Beispiele.
Report Mainz: Warum ARGEn Jugendliche systematisch abstrafen (19.07.2010) Arbeitslosigkeit ist schlimm - gerade bei jungen Menschen gilt es, ein Abrutschen in die Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden. Vielleicht werden deshalb junge Arbeitslose besonders hart angepackt. Zu hart – sagen Menschen aus der Praxis.
Report Mainz: Wie Ärztefunktionäre mit Hausarztmodellen weiter Kasse machen wollen (19.07.2010)
Kontraste: Patienten in Not – was dürfen Rettungsassistenten? (15.07.2010) Beim medizinischen Notfall wählt man die 112 und ruft Hilfe. Wenn kein Notarzt bereitsteht, kommt erst einmal ein Rettungsassistent. Der kann helfen – wenn er denn darf. Komplizierte Gesetze beschränken die Möglichkeiten dieser Berufsgruppe. Die Politik könnte das ändern, scheitert aber an der missgünstigen Ärztelobby.
Plusminus: Milliardenmarkt Nachhilfe (13.07.2010) Jedes fünfte Kind in Deutschland bekommt regelmäßig Nachhilfe. Sie ist längst keine Ausnahme mehr, sondern der Normalfall. Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich ganz vorn. Über 4.000 Nachhilfeschulen bieten ihre Dienste an. Bis zu 1,5 Milliarden Euro geben laut einer Studie Eltern dafür jährlich aus.
Plusminus: Spitzensteuer-Entwicklung (13.07.2010) Fast 50 Bürger mit einem Vermögen von mehr als 500.000 Euro haben ihn unterschrieben: den Appell für eine Vermögensabgabe. Sie wollen dem Staat mehr Geld als bisher geben, damit er in der Krise Aufgaben wie Bildung, Umweltschutz und soziale Projekte schultern kann. Und immer mehr Besserverdiener und Wohlhabende äußern sich in den Medien, dass sie finden, zurzeit zu Unrecht geschont zu werden; viele sagen mittlerweile unüberhörbar: Wir wollen mehr Steuern zahlen.
Fakt: Hunger in Deutschland (12.07.2010) In Deutschland sind elf Millionen Menschen von Armut bedroht. Tausende leben bereits am Existenzminimum. Für viele gehört der Hunger inzwischen zum Leben dazu. Und ihre Situation scheint aussichtslos.
Westpol: Abrechnungsbetrug in Kliniken (11.07.2010) Stichproben haben gezeigt, dass bei Kliniken jede zweite Rechnung falsch ist. Den Krankenkassen entstehe dadurch ein Schaden von über einer Milliarde Euro pro Jahr.
Monitor: Depressive Kinder: Welchen Anteil hat die Schule? (08.07.2010) Immer mehr Kinder müssen wegen Depressionen stationär behandelt werden, heute dreimal soviel wie noch vor zehn Jahren. Als einen Grund sehen Experten neben erblichen Vorbelastungen den zunehmenden Leistungsdruck in der Schule. Schon in der Grundschule haben mittlerweile 13 % aller Schüler Nachhilfe und fast alle werden von den Eltern "gepusht", damit sie später auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Anfällige Kinder reagieren auf diesen Druck mit Depressionen und ziehen sich zurück, essen kaum, haben keine Freude mehr am Leben, wollen nicht mehr spielen. Und in der Schule wirkt die Depression wie eine Denkblockade.
Ländersache: Kriminelles Kind (08.07.2010) Ein 13 Jahre altes Kind prügelt einen Obdachlosen halb tot. Aber strafrechtlich passiert nichts - darf nichts passieren. Was tun? Im Anschluss ein Interview mit Prof. Dr. Michael Macsenaere, Geschäftsführender Direktor am Institut für Kinder- und Jugendhilfe Mainz.
Panorama: Ehrenämter bei Caritas & Co: Tarnung von Billigjobs (01.07.2010) Viele Wohlfahrtsverbände nutzen eine steuer- und abgabenfreie Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten offenbar dazu, reguläre Mitarbeiter teilweise abgabenfrei zu bezahlen. Schon drei solche Arbeitsverhältnisse reichen aus, um eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle zu ersetzen.
Plusminus: Private Krankenversicherung - Beitragssteigerungen bringen Rentner in Not (29.06.2010) Private Krankenversicherer - die Lage ist schlecht, die Kosten hoch. Und die Zeche zahlen die Rentner. Sie wurden mit günstigen Einstiegssätzen gelockt, doch nun sind die Beiträge teilweise explodiert. Steht das Modell der privaten Krankenversicherungen vor dem Aus?
Report Mainz: Ein Wochenende zwischen Überfluss und Armut (28.06.2010) Wie groß ist der Graben zwischen Arm und Reich? Unsere Reporter trafen gut betuchte Deutsche auf Mallorca und auf Sylt, war aber auch bei der Arche in Berlin und bei der Tafel im pfälzischen Lauterecken.
Report Mainz: Warum Alleinerziehende kaum Chancen auf Wohlstand haben (28.06.2010) 40 Prozent der alleinerziehenden Mütter in Deutschland beziehen Hartz IV. Viele sind berufstätig, trotzdem reicht das Geld hinten und vorne nicht.
Report Mainz: Die Ängste der Mittelschicht vor dem Abstieg (28.06.2010) Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung stellte kürzlich fest, dass die Mittelschicht den sozialen Abstieg fürchtet. Auch bei relativ gut verdienenden Familien ist das Sparen an der Tagesordnung.
Westpol: Verwirrspiel um Lehrstellen (27.06.2010) Kaum hatte der Industrie- und Handelskammertag in Berlin verkündet, die Wirtschaft könne 30.000 Ausbildungsplätze nicht besetzen, kam Widerspruch von den Gewerkschaften. Die Lehrstellensituation sei keineswegs entspannt - im Gegenteil. Klar ist: der früher als erwartet einsetzende Aufschwung lässt auch die Nachfrage nach Auszubildenden steigen. Auf der anderen Seite warten viele junge Menschen schon lange auf ein Angebot, dass ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht.
Kontraste: Risiko Arzneimittel - die Tricks der Pharmaindustrie (24.06.2010) KONTRASTE deckt skrupellose Methoden der Pharmakonzerne auf und zeigt: Das System der Arzneimittelüberwachung funktioniert nicht.
Plusminus: Niedriglöhne - Der Druck auf Arbeitnehmer (22.06.2010) Seit Jahren regt sich der Unmut über das geringe Lohnniveau in einigen Berufsgruppen. Oft sichert das geringe Einkommen nicht die Existenz der Arbeitnehmer und reicht erst recht nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Betroffene müssen dann zusätzlich soziale Leistungen in Anspruch nehmen. Obwohl es inzwischen in einigen Branchen Mindestlöhne gibt, sind immer noch zahlreiche Menschen bei ihrer Erwerbsarbeit einem kaum vorstellbaren Druck ausgesetzt.
Mona Lisa: Verliert die Mittelschicht an Boden? (20.06.2010) Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bestätigt mit seiner neuen Studie, was viele bereits zu spüren bekommen haben: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Experten warnen davor, die Mittelschicht weiter zu schwächen.
Mona Lisa: Geburtshilfe - nein danke? (20.06.2010) Eigentlich sollte die Geburt eines Kindes die schönste Sache der Welt sein - doch immer mehr Hebammen und Geburtshelfern wird ihre Berufung durch die ständig steigenden Versicherungskosten zum Verhängnis. Eine Berufsgruppe geht auf die Barrikaden.
Westpol: Abschied aus Almanya - Türkischstämmige Akademiker wandern aus (20.06.2010) Junge, gut ausgebildete Menschen - sie werden in Deutschland dringend gebraucht. Doch immer mehr hoch qualifizierte türkischstämmige Akademiker wandern aus, gehen zurück in das Land ihrer Eltern. Erstmals zogen im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen in die Türkei, als dass Türken nach Deutschland kamen.
Panorama: Lohndumping - Das Ende der bezahlten Arbeitszeit (10.06.2010) Eigentlich klingt es wie ein normales Arbeitsverhältnis. Norbert H. arbeitet für einen ambulanten Pflegedienst. Er ist festangestellt. Der Haken: Wenn sein Chef keine Arbeit für ihn hat, muss Norbert H. eine Zwangspause machen - unbezahlt.
Frontal 21: Sparen zulasten der Armen? (08.06.2010) Die Bundesregierung hat am Montag in Berlin das Sparpaket vorgestellt - das wohl größte in der Geschichte der Bundesrepublik. 2011 sollen damit 11,2 Milliarden Euro eingespart werden. Den größten Beitrag leisten demnach die Arbeitslosen im Land mit rund 4,8 Milliarden Euro.
Frontal 21: Deutschlands Reiche (08.06.2010) Die Deutschen verfügen über ein Nettovermögen (nach Abzug von Schulden) von insgesamt etwa 6,6 Billionen Euro, doch das ist sehr ungleich verteilt in der Gesellschaft. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung besitzen gar nichts oder nur sehr wenig, zehn Prozent der Haushalte verfügen über mehr als 60 Prozent des gesamten Vermögens.
Frontal 21: Scheidung tut weh (08.06.2010) Etwa 200.000 Ehen werden jedes Jahr in Deutschland geschieden. Fast immer geht es dabei auch um Geld. Die Aufrechnung der Rentenansprüche war seit der Einführung des Versorgungsausgleichs 1977 ganz besonders kompliziert und selbst für Fachleute zuletzt kaum noch durchschaubar. Mit der Novellierung am 1. September 2009 sollte alles einfacher und gerechter werden.
Report Mainz: Wie Bescheid-Erklärer Hartz IV–Empfänger von Klagen abhalten sollen (07.06.2010) Viele Hartz-IV-Empfänger legen gegen ihre Bescheide erfolglos Widerspruch ein, weil sie sie nicht verstehen. Im Jobcenter Berlin-Mitte beschäftigt man jetzt einen eigenen „Bescheiderklärer“, der diese Klageflut eindämmen helfen soll.
Plusminus: Volkskrankheit Burnout (01.06.2010) Stress total im Job - Alles muss schneller erledigt werden und das mit weniger Kollegen. Viele halten dem Druck nicht stand – es kommt zum Zusammenbruch, dem so genannten Burnout-Syndrom, das Unternehmen und Krankenkassen Milliarden kostet.
Plusminus: Kommunen in Not (01.06.2010) Kommunen streichen immer mehr Freizeitangebote, weil sie mehr für Pflichtaufgaben des Bundes ausgeben müssen als sie einnehmen -und geraten so unverschuldet in Not. Nur reiche Städte können ihren Bürgern noch etwas bieten, ärmere veröden.
Frontal 21: Streit um Röslers Kopfpauschale (01.06.2010)
Westpol: Mütterquote gegen Geburtenschwund (30.05.2010) Deutschland gehen die Kinder aus. Die aktuelle Geburtenrate ist auf den historisch niedrigsten Stand gefallen. Jetzt fordern einige konservative Politiker eine Bevorzugung von Müttern im Arbeitsleben. Kann die Mütterquote den Geburtenschwund wirklich stoppen?
Frontal 21: Hohe Haftpflichtprämien - Hebammen in Not (25.05.2010) Der Deutsche Hebammenverband drängt angesichts steigender Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen zum 1. Juli 2010 auf eine schnelle politische Lösung: "Die Lage der Hebammen ist existentiell bedrohlich", warnt Martina Klenk im Frontal21-Interview. Die Verbandspräsidentin schlägt eine "steuerfinanzierte Fondslösung" vor.
Monitor: Gute Arbeit für wenig Geld: Wie Beschäftigungsmaßnahmen reguläre Jobs verdrängen (20.05.2010) Die Idee klingt gut: Langzeitarbeitslose sollen wieder eine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt bekommen. Das ist erklärtes Ziel unzähliger Eingliederungs- und Beschäftigungsmaßnahmen, für die der Staat jedes Jahr Milliarden zahlt. Doch längst ist dadurch ein paralleler, staatlich subventionierter Arbeitsmarkt entstanden. Da zimmern Langzeitarbeitslose Dachstühle für Luxuswohnungen und Ein-Euro-Jobber arbeiten in Supermärkten. Wann ist öffentlich Förderung von Arbeit sinnvoll und wann verdrängt sie reguläre Jobs?
Ländersache: Geburtshelferinnen bangen um ihre Existenz (20.05.2010)
Frontal 21: Pflegenotstand im Krankenhaus (18.05.2010) Die Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. Immer mehr Kranke müssen von immer weniger Personal versorgt werden. Eine Entwicklung, die sich auch negativ auf die Patientensicherheit auswirkt. Das belegt die bisher größte Befragung von Pflegekräften in Krankenhäusern für das so genannte Pflegethermometer 2009.
Plusminus: Leihärzte - Krankenhäuser beschäftigen viele Spezialisten nur auf Zeit (18.05.2010) Viele Krankenhäuser beschäftigen Fachärzte neuerdings nur auf Zeit. Agenturen vermitteln die Spezialisten von Klinik zu Klinik.
Report München: Altersdiskriminierung in Krankenhäusern (17.05.2010) Ungenaue Diagnosen, falsche Therapien, oberflächliche Behandlungen - ältere Menschen werden in der Medizin zunehmend diskriminiert. Sie erhalten längst nicht immer die gleichen medizinischen Leistungen wie jüngere Patienten
defacto: Kein Platz für psychisch kranke Kinder - Warum Hessens Psychiatrien überfüllt sind (16.05.2010) Es steht nicht gut um unsere Kinder, ihre Seelen werden krank. Die Zahl der Fälle steigt und damit auch die Zahl der Kinder, die in die Psychiatrie oder in psychotherapeutische Behandlung müssen. Bulimie, Magersucht, ADHS, emotionale Störungen, Suizidgefahr, Schulabsenz - das heißt Panik vor der Schule, weil sie vielleicht gemobbt werden. Die psychotherapeutischen Ambulanzen haben allerhand zu tun und in den Kliniken werden die Wartelisten immer länger. 567 Plätze gibt es in Hessen für Kinder und Jugendliche. Aber mindestens noch einmal so viele stehen auf der Warteliste und das an einem Punkt in ihrem jungen Leben, wo die Not am größten ist.
defacto: Hessen: Grabsteine ohne Kinderarbeit - Wie die Landesregierung den guten Willen der Kommunen ausbremst (16.05.2010) Grabsteine sind teuer. Deshalb greifen viele auf Angebote aus Indien zurück - Tendenz steigend. Klar, denn diese Steine sind wesentlich billiger. Dafür müssen Millionen von Kindern für Hungerlöhne ohne Atemschutz, Helme und Ohrenstöpsel in indischen Steinbrüchen schuften. Ihre Lebenserwartung liegt gerade mal zwischen 35 und 38 Jahren. Das gilt auch für die Produktion von Natursteinen für den Export nach Deutschland - ob Pflastersteine oder Grabmale. Nur wenn unabhängige Kontrolleure die Betriebe überwachen, werden die bestehenden Gesetze gegen Kinderarbeit wirklich eingehalten. Hessische Kommunen wie Frankfurt engagieren sich gegen das Leiden der Kinderarbeiter. So will die Stadt Frankfurt in der Friedhofssatzung festlegen, dass keine Grabsteine aufgestellt werden dürfen, für die Kinderarbeiter leiden mussten. Doch die Gerichte verbieten den Kommunen dieses Engagement für Menschenrechte. Und die Politik schaut weg.
Frontal 21: Kündigung nach Elternzeit. Väter fühlen sich im Stich gelassen (11.05.2010) Das neue Elterngeld gilt als Erfolgsmodell. Immer häufiger nehmen auch Väter eine berufliche Auszeit für die Familie in Anspruch - im vergangenen Jahr war es immerhin jeder Fünfte. Für so manchen endet die Babypause allerdings mit einer bösen Überraschung.
defacto: Lohndumping? Wie Mitarbeiter unter günstigen Preisen leiden (02.05.2010) Die Textilkette KiK boomt - mit konkurrenzlos niedrigen Preisen. T-Shirts für 1 Euro 99 Euro, Jeans für 3 Euro 99. Doch die Zeche zahlen offenbar die unterbezahlten Beschäftigten. Ria Ehret aus Heppenheim hat vier Jahre lang eine Kik-Filiale in Heppenheim geleitet – für 700 Euro netto im Monat. Pausen kannte sie nicht, erzählt sie, stattdessen sei der Druck groß gewesen. In einigen Monaten habe sie täglich von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachts arbeiten müssen, um die Inventur zu schaffen – unbezahlte Überstunden. Als sie überlegte, mit Kollegen einen Betriebsrat zu gründen, wurde ihr wenige Tage später gekündigt – zusammen mit ihren vier Mitarbeitern. Dieser Fall ist schon einige Jahre her. defacto prüft, ob sich die Situation für die Mitarbeiter verbessert hat und trifft einen Mitarbeiter aus einer hessischen KiK-Filiale.
Westpol: Greencard für die Pflege? (02.05.2010) Der Arbeitgeberverband Pflege schlägt Alarm: in den kommenden zehn Jahren werden in Deutschland 77 000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht. Abhilfe schaffen soll eine Greencard für ausländische Pflegekräfte. Mit deutschem Personal allein sei das Problem nicht zu lösen. Ein Vorstoß, der bei vielen Heimbetreibern auf heftige Kritik stößt. Anstatt nach Personal aus Weißrussland oder Thailand zu rufen, müssten die Arbeitsplätze hier konkurrenzfähig gemacht werden, so die Gegner der Greencard. Viel Zeit zum Handeln bleibt nicht: Bis 2020 wird allein in NRW die Zahl der Pflegebedürftigen um ein Drittel ansteigen.
Westpol: Kampf ums Schulsystem (02.05.2010) Das Wahlkampfthema schlechthin ist die Bildung. Heiß umstritten die Frage, wie es an unseren Schulen weitergehen soll. Bleibt es beim mehrgliedrigen Schulsystem? Sollen die Kinder länger gemeinsam lernen? Zwei Systeme, unterschiedliche Ansichten. Alles eine Glaubensfrage oder gibt es tatsächlich das ideale Schulsystem? Die Lagerkämpfe der Politiker verunsichert viele Eltern. Schließlich tragen sie die Verantwortung und müssen entscheiden, welcher Bildungsweg ihre Kinder tatsächlich möglichst weit bringt.
Kontraste: Notstand im Klassenzimmer – Ersatzunterricht durch Billiglehrer (29.04.2010) Immer mehr Schulen stellen billige Aushilfskräfte ein, weil qualifizierte Lehrer nicht zu bekommen sind. Pädagogische Erfahrung - bei den Ersatzkräften meist Fehlanzeige! Dennoch werden sie sogar als Klassenlehrer eingesetzt. Billiglehrer auf Abruf.
WISO: Teure Neuordnung der Jobcenter (26.04.2010)
Westpol: Dr. Raffgier? (25.04.2010) In Deutschland wird zu oft operiert. Der Operationssaal – für viele Ärzte und Kliniken eine wahre Goldgrube. Denn fürr jede OP gibt’s Geld von den Krankenkassen. Chirurgen räumen bei Westpol freimütig ein: Viele Eingriffe sind medizinisch nicht notwendig, werden aber gemacht, weil sie Geld in die Kasse spülen. So greifen Ärzte zum Beispiel bei Hüftleiden viel zu oft zu Messer und Skalpell – und die Kosten fürs Gesundheitswesen steigen ins Unermessliche. Findet die Politik einen Weg, das zu verhindern?
Westpol: Generation Vollrausch? Jugend säuft (25.04.2010) Eltern und Lehrer sind alarmiert: In NRW werden immer mehr Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Offenbar sind alle Rezepte der Politik gegen das Komasaufen gescheitert. Dabei fehlt es nicht an neuen Ideen: Ehemalige Süchtige besuchen Schulklassen und schildern, wie der Alkohol ihr Leben zerstört hat. In Brandenburg geht man sogar einen Schritt weiter: Dort dürfen sich Jugendliche unter Aufsicht betrinken, um den Rausch am eigenen Leib zu spüren. So sollen sie lernen, beim Trinken Maß zu halten. Ein Vorbild für NRW?
Ländersache: Neuer Streit über Rente mit 67 (22.04.2010) Bundesarbeitsministerin von der Leyen fordert mehr Flexibilität älterer Arbeitnehmer. Sie ist gegen Ausnahmen bei der Rente mit 67 - und schlägt vor, zum Beispiel ältere Handwerker auch im Büro einzusetzen. Ministerpräsident Beck hält den Vorschlag für "Quatsch mit Soße".
Frontal 21: Kampf ums Gymnasium (20.04.2010) Kinder aus armen und bildungsfernen Familien bekommen in Deutschland nach der vierten Klasse häufiger als Kinder aus Akademikerhaushalten keine Gymnasialempfehlung, können später nicht studieren. Dabei bräuchten sie oft einfach nur länger, um ihr Potenzial zu entwickeln, so Experten. Doch Reformen, die beispielsweise das gemeinsame Lernen in der Grundschule verlängern wollen, werden vielerorts von Eltern torpediert.
Report Mainz: Der hilflose Kampf in Deutschlands Berufsschulen um eine verlorene Generation (19.04.2010) Für zehntausende Jugendliche, die keinen Schulabschluss haben, ist das Berufsvorbereitungsjahr ihre letzte Chance. So können sie den Hauptschulabschluss nachholen und vielleicht eine Lehrstelle bekommen. Theoretisch zumindest. Und praktisch?
Plusminus: Ehegattensplitting - Ungerechtes Steuersystem (13.04.2010) Unser Steuersystem unterstützt nicht Familien, sondern Ehen. Das Ehegattensplitting lässt sich der Staat im Jahr 20 Milliarden Euro kosten. Am stärksten profitieren davon Hausfrauen, die mit einem gut verdienenden Mann verheiratet sind - ein Familienbild, das schon lange nicht mehr die Regel ist.
Frontal 21: Sittenwidrig im öffentlichen Auftrag. Busfahrten mit Dumpinglöhnen (13.04.2010) Nach 35 Jahren verlor Klaus-Werner Stücken seinen Job. Weil er nichts anderes fand, heuerte er als Busfahrer an, fuhr für staatliche Auftraggeber weit unter Tariflohn. Solche Dumpinglöhne aus öffentlicher Hand nehmen besonders bei Bustransporten zu.
defacto: Schuldenfalle Pflegefall: Wenn Mama unbezahlbar wird (11.04.2010) Werner Laube aus Korbach hat seine Frau 24 Jahre lang bis zu ihrem Tod gepflegt. Die letzten 3 Jahre musste er einen Pflegedienst engagieren, da er selbst krank wurde. Jetzt sitzt er auf 14.000 Euro Schulden. Denn die Pflegeversicherung übernahm nur einen kleinen Teil der Kosten, Anträge auf eine höhere Pflegestufe wurden mehrfach abgelehnt. Der Rentner versteht die Welt nicht mehr. Für seine Frau hat er fast sein gesamtes Leben aufgegeben, gedankt wird es ihm damit, dass er selbst zum Sozialfall wurde. Immer mehr Menschen geht es so. Sie müssen zur Pflegeversicherung dazuzahlen. Denn diese ist nur eine „Teilkaskoversicherung“. Zukünftig werden die Zuzahlungen sogar noch höher werden. Denn angesichts der steigenden Lebenserwartung gibt es Jahr für Jahr mehr Pflegebedürftige. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl verdoppeln, auf etwa 4 Millionen, schätzen Demografie-Experten. defacto fragt nach, ob und wie die Politik helfen will.
Quer: Alten-WG vor dem Aus? (08.04.2010) Von Bürokraten gestoppt - Alten-WG vor dem Aus? Vor drei Jahren noch wurde die Demenz-WG in Markt Taschendorf bundesweit als Zukunftsmodell gefeiert. Denn hier können demente, alte Menschen selbstbestimmt zusammen leben. Doch der Trägerverein hat nicht mit dem neuen Pflegegesetz gerechnet.
Kontraste: Ein Sportwagen für den Chef - Armenhelfer zocken den Staat ab (08.04.2010) Der Maserati, den sich der Chef der Berliner Treberhilfe als Dienstwagen gönnte, hat eine überfällige Diskussion angestoßen: Was passiert eigentlich mit den Milliarden, die der Staat in die Hilfe für Arme und Bedürftige steckt? KONTRASTE-Recherchen ergaben: Fehlende Kontrollen laden geradezu zur Selbstbedienung ein.
Report München: Preiskampf und Dumpinglöhne - Wie soll da Fortbildung funktionieren? (29.03.2010) Fortbildungsmaßnahmen gelten als entscheidendes Mittel zur Qualifizierung von Arbeitslosen. report MÜNCHEN-Recherchen zeigen: Zahllose Ausbilder sind selbst in prekären Arbeitsverhältnissen oder werden mit Niedriglöhnen abgespeist.
Monitor: Arbeitgeber ALDI - Gut oder nur billig? (25.03.2010) Der Konzern ALDI NORD pflegt das Image vom guten und fairen Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter übertariflich bezahlt. Doch wie sieht der Alltag aus? MONITOR hat monatelang hinter den Kullisen des Discounters recherchiert. Die Autoren trafen auf Mitarbeiter, die sich um unzählige unbezahlte Überstunden betrogen fühlen. Nur Einzelfälle oder ein System ALDI?
Monitor: Bedrohliche Altersarmut - Riesterrente auf dem Prüfstand (25.03.2010) Neue Wege in der gesetzlichen Rentenversicherung, um dem wachsenden Problem Altersarmut zu begegnen: Das fordern hochrangige Wirtschaftsexperten. Der Wirtschaftsweise Prof. Peter Bofinger fordert: Statt mit Milliarden vor allem Besserverdienenden ihre private Riesterrente zu subventionieren, soll der Staat das Geld zurück in die gesetzliche Rentenkassen lenken. "Riester gehört insgesamt auf den Prüfstand". Auch Prof. Bernd Rurüp, der als Regierungsberater die vergangenen Rentenreformen mitverantwortet hat, fordert Nachbesserungen: Für Hartz IV- Empfänger sollte erheblich mehr Geld in die gesetzlichen Rentenkassen überwiesen werden.
zdf.reporter: „Alles unter Controlling?“ (25.03.2010) Über eine Debatte bei der Bundesagentur.
Panorama: Dubiose Nebengeschäfte: Ärzte als Pillenhändler (18.03.2010) Der Arzt soll heilen und nicht verkaufen - so sagt es die Berufsordnung. Geschäfte mit Medikamenten sind den Medizinern deshalb gesetzlich untersagt. Doch immer mehr findige Ärzte umgehen dieses Gebot. Besonders häufig werden Vitaminpräparate verkauft. Die Praxis als Krämerladen?
Plusminus: PKV in der Krise (16.03.2010) Auch private Krankenversicherungen geraten immer mehr in Bedrängnis. Wegen steigender Kosten und sinkender Einnahmen wird drastisch gespart - auch zulasten der Versicherten.
Defacto: Rausgeschmissenes Geld? Sinnlose Fortbildung für Arbeitslose (21.03.2010) 11 Millionen Euro gibt die Bundesagentur in Hessen jedes Jahr für die Schulung von ALG1-Empfängern aus, also für Menschen, die erst kurze Zeit arbeitslos sind. Doch die Maßnahmen sind oft unsinnig und gehen an den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer vorbei. Kein Wunder, die Gruppen sind oftmals mit Menschen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster beruflicher Herkunft besetzt, so dass nur noch der kleinste Nenner gilt. Zum Beispiel: Wie schreibe ich einen Lebenslauf? Angeboten werden solche Maßnahmen von privaten Bildungsträgern, für die das ganze ein riesiges Geschäft ist. Wir erzählen die Geschichte von Arbeitslosen von ihren Erfahrungen mit Schulungen, zu denen sie von der Arbeitsagentur geschickt wurden, die ihnen aber überhaupt nichts brachten.
Defacto: Der neue Hit der Bundesfamilienministerin? (21.03.2010) Heim oder Daheim? Diese Frage quält viele Angehörige die einen Pflegefall versorgen müssen. Bislang standen vor allem Berufstätige vor der Herausforderung ihre Arbeit mit der Pflege in Einklang zu bringen. Jetzt bekommen sie Unterstützung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Sie will einen Rechtsanspruch auf eine Familien-Pflegezeit von zwei Jahren Dauer einführen. Konkret bedeutet das, dass Arbeitnehmer zur Pflege ihrer Angehörigen zwei Jahre lang halb arbeiten und dabei 75 Prozent des Gehalts beziehen können. Später müssten sie dann wieder voll arbeiten, bekämen aber weiterhin so lange nur 75 Prozent des Gehalts, wie sie zuvor Teilzeit gearbeitet haben.
Ländersache: Aufstand gegen hohe Medikamentenpreise. Kommt jetzt die Wende? (20.03.2010) Besonders Senioren und chronisch Kranke bekommen die hohen Medikamentenpreise zu spüren. Wer eine kleine Rente hat, muss an sparen - um sich die nötigen Arzneimittel leisten zu können. Gesundheitsminister Rösler will die Pharmalobby in die Knie zwingen. Doch daran sind schon Andere gescheitert.
Plusminus: Diskussion um Langzeitarbeitslose (23.03.2010) Langzeitarbeitslose zwischen 1-Euro-Jobs als Pflichtprogramm und freiwilliger Bürgerarbeit: Welche Beschäftigungen machen Sinn, ohne normale Arbeitsplätze zu vernichten? Und in welchem Umfang sind solche Jobs angesichts der leeren öffentlichen Kassen überhaupt finanzierbar?
Plusminus: Mieter auf den Barrikaden (23.03.2010) Hunderttausende, zum Teil sanierungsbedürftige Wohnungen, die früher in öffentlicher Hand waren wurden in den letzten Jahren von Finanzinvestoren gekauft. Jetzt zeigt sich: Viele so genannte Heuschrecken haben sich verkalkuliert.
WISO: Chaos statt Betreuung. Fehlende Krippenplätze und lange Wartelisten (15.03.2010) Eltern haben es oft schwer bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kleinen. In den Kitas und bei den Tagesmüttern gibt es lange Wartelisten. Manche Eltern organisieren sich selbst eine teure Tagesmutter.
WISO: Kommt die Kopfpauschale? (15.03.2010) Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanzieren das Gesundheitssystem gemeinsam. Aber die Kosten laufen den Einnahmen davon. Das Finanzierungssystem ist krank, eine Kopfpauschale soll es heilen.
Westpol: Operationen nach Kassenlage (14.03.2010) Wer alt ist und eine neue Hüfte braucht, hat in England schlechte Karten, denn das neue Gelenk gibt es nicht mehr für alle Patienten. Auch in Schweden hat der Kostendruck im Gesundheitswesen Konsequenzen: Magenkrebs-OPs bei betagten Senioren werden als zu teuer abgelehnt. Und bei uns? Gesundheitsökonomen warnen in dieser Woche, dass auch hierzulande die beste Behandlung für alle nicht mehr finanzierbar sei. Sie fordern Richtlinien, damit Ärzte entscheiden können, welche Operationen zukünftig noch durchgeführt werden und welche nicht.
Westpol: Zukunft von Hartz IV (14.03.2010) An Vorstößen, wie Hartz IV verändert werden könnte, herrscht kein Mangel, dank Guido Westerwelle und Hannelore Kraft. Doch was halten diejenigen davon, die diese Vorschläge betreffen? Wir haben in der Arbeitsagentur in Aachen nachgefragt - und im niederländischen Roermond, wo Langzeitarbeitslose betreut werden und manche der jetzt diskutierten Ideen schon umgesetzt wurden.
Ländersache: Erst die Kinder, dann die Eltern. Teilzeitchance oder Teilzeitfalle? (11.03.2010) Wer seine Eltern pflegt, hat Anspruch auf sechs Monate Pflegezeit. Bundesfamilienministerin Schröder will die Zeit ausdehnen. Kritiker befürchten eine Verdienstfalle. Denn die Pflegenden verdienen weniger - und ihre Rente ist später kleiner.
Frontal 21: Arm nach Gesetz (09.03.2010) Privat krankenversicherte ALG-II-Empfänger können sich nach Ansicht von Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, auf das "Hartz-IV"-Urteil des Bundesverfassungsgerichts berufen. "Hartz IV muss auch für besondere Bedarfe aufkommen, die nicht im Regelsatz sind, wenn sie nur regelmäßig auftauchen. Und genau dieses ist bei den Menschen in der privaten Krankenversicherung der Fall", erklärte Schneider gegenüber Frontal21.
Westpol: Palliativ-Versorgung (07.03.2010) Todkranke Kinder werden in NRW noch immer nicht optimal versorgt. Dabei haben sie seit April 2007 einen gesetzlichen Anspruch auf die palliativmedizinische Versorgung zu Hause. Doch das von der Landesregierung geförderte Modellprojekt in Bonn und Datteln ist im Herbst ausgelaufen. Eine Nachfolgeregelung ist nicht in Sicht. Alle Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Trägern sind bislang gescheitert.
Mona Lisa: Von wegen Schmarotzer! (07.03.2010) Wer seit Jahren arbeitslos ist, Hartz IV bekommt, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar ist, wird derzeit als "Sozialschmarotzer" verunglimpft: Es gibt aber viele Menschen in Deutschland, die sich damit nicht abfinden wollen.
Plusminus: Wie dubiose Projekte Rentner ruinieren (02.03.2010) Ein großer deutscher Wohlfahrtsverband hat seinen Mitgliedern eine sichere Geldanlage zur Altersvorsorge angeboten. Das Geld wurde in angeblich sichere Immobilienfonds angelegt. Doch mit diesem Projekt hatte sich der Wohlfahrtsverband wohl übernommen. Jetzt sind die Fonds insolvent und die Altersvorsorge der Anleger futsch
Plusminus: Wo viel Geld verschwendet wird (02.03.2010) Patentgeschütze Medikamente kosten fast nirgendwo so viel wie in Deutschland. Während in anderen Ländern die Preise von Pharmaunternehmen und dem Staat bestimmt werden, werden sie hierzulande allein von den Unternehmen festgelegt.
Report Mainz: Warum Argen Firmen, die Dumpinglöhne bezahlen, nicht zur Kasse bitten (01.03.2010)
Westpol: Sterbende Hauptschule (28.02.2010) Kleine Klassen hatte die Hauptschule in Duisburg-Meiderich schon länger. Nur noch 200 Schüler werden an der Schule unterrichtet, die eigentlich für 600 ausgelegt ist. Jetzt fürchtet der Schulleiter aber, dass er im kommenden Schuljahr gar keine Klasse mehr zusammenbekommt. Denn es haben sich gerade einmal drei Schüler angemeldet, trotz Ganztagsangebot. Damit steht die Hauptschule in Duisburg nicht alleine. Landesweit sind die Anmeldungen an Hauptschulen stark zurück gegangen. Auch wenn in den vergangenen Jahren Millionen in die Hauptschule investiert wurden, scheint sie von den Eltern nicht mehr gewünscht. Es droht der Tod auf Raten.
Westpol: Warten auf einen Therapieplatz (28.02.2010) Immer mehr Kinder und Jugendliche haben psychische Probleme und wenden sich damit an eine Klinik. Doch häufig werden sie da direkt wieder nach Hause geschickt. Weil es in den Kinder- und Jugendpsychiatrien einen massiven Bettenmangel gibt, betragen die Wartelisten oft mehrere Monate. In einer Klinik in Köln-Holweide legt das Personal mittlerweile an einigen Tagen schon zusätzliche Matratzen auf den Flur, um wenigstens die Notfälle aufnehmen zu können. Ärzte, Eltern und Landschaftsverband fordern jetzt schnelle Hilfe von der Landesregierung.
Monitor: Die Medikamententafel: Medizinische Grundversorgung von Armen in Gefahr (25.02.2010) Schmerzsalben, Erkältungsmittel, Antihistamine - nur ein paar der Medikamente, die der Patient seit der Gesundheitsreform 2004 selbst bezahlen muss. Vielen armen Menschen fehlt aber hierfür das Geld. Dabei ist der Gesundheitszustand von Rentnern, Geringverdienern und Hartz-IV-Empfängern oft deutlich schlechter als der von Besserverdienenden. Im westfälischen Dülmen haben Bürger deshalb jetzt eine „Medikamententafel“ gegründet, damit Menschen, die wenig haben, die Medikamente zum halben Preis bekommen.
Monitor: Klientelpolitik: Wie die FDP die Profiteure der Finanzkrise schützen will (25.02.2010) Als wäre nichts gewesen: Banken und Versicherungen machen zum Teil wieder Milliardengewinne. Doch das wäre undenkbar, wenn ihnen nicht der Staat mit dem Bankenrettungspaket massiv geholfen hätte. Allein durch die Rettung des Immobilienfinanzierers HRE wurden Forderungen von Versicherungskonzernen in Milliardenhöhe abgesichert, und zwar vom Steuerzahler. Das sollte sich ändern, versprachen Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Westerwelle noch im Wahlkampf. MONITOR liegen jetzt erste Konzepte der FDP vor, wie Banken und Versicherungen an den Risiken beteiligt werden sollen. Danach wird wohl auch weiterhin der Steuerzahler das größte Risiko tragen.
Westpol: Aus für Kombilohn (21.02.2010) Alle Welt redet dieser Tage über den Sozialstaat, darüber, was er kann und was er nicht kann, genauer: Über seine Wirksamkeit. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kombilohn. Die ursprüngliche Idee, die vor allem der NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann vorangetrieben hat, hat sich zu einem erfolgreichen Instrument entwickelt. Ziel dabei: Menschen wieder an den regulären Arbeitsmarkt heranzuführen. Doch nun droht gerade diesem Projekt das Aus, weil der Bund die Mittel kürzt. Sozialstaat absurd.
Frontal21: Mit Hochschulabschluss in der Altersarmut (23.02.2010) Ein böses Erwachen gibt es für viele Akademiker, die seit 2009 in Rente gehen und an Fachhochschulen oder Hochschulen studiert haben
Frontal21: Fördergelder für falsche Lokführer (23.02.2010)
Frontal21: Hartz IV runter oder Löhne rauf? (23.02.2010) Streit um Westerwelle
Panorama: Kampf um Schulreform: Eliten wollen unter sich bleiben (18.02.2010) In Hamburg tobt derzeit ein Kampf. Es ist der Kampf einer Gruppe aus dem Bürgertum. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen und vor allem mit viel Macht und Geld gegen die Ablösung des bestehenden dreigliedrigen Schulsystems. Ein Schulsystem, das sich nach Meinung vieler führender Wissenschaftler selbst überholt hat.
Plusminus: Runter mit Hartz – Wie die Mittelschicht durchgereicht wird (16.02.2010) Längst kämpft auch die Mittelschicht gegen den sozialen Abstieg. Aber sie wurde bei der Hartz-Gesetzgebung vergessen. Maximal 18 Monate Arbeitslosengeld, dann ist Schluss - Förderprogramme oder Zuschüsse zur Kranken- oder Rentenversicherung gibt es nicht.
quer: Zum Performance-Risiko verkommen (11.02.2010) Früher galt "Made in Germany" als Aushängeschild, damit wurde Deutschland als Industrienation groß. Doch durch die Globalisierung hat sich alles dramatisch verändert. Mittlerweile beherrschen Billiglohnkräfte im Ausland die Arbeitswelt.
quer: Daddelhallen erobern Bayern (11.02.2010) Während alteingesessene Firmen pleite machen, Arbeitskräfte abwandern und Läden schließen, macht sich ein neuer Wirtschaftszweig in bayerischen Dörfern und Städten breit: Spielhallen. Vielerorts sind sie schon zum Ersatz-Jugendzentrum geworden.
Kontraste: Kostentreiber Krankenhaus – Rösler dennoch für weniger Kontrolle (11.02.2010) Bei den Krankenkassen ist das Geld knapp. Während viele Versicherte inzwischen Zusatzbeiträge zahlen, belasten die Krankenhäuser die Kassen mit zu hohen Abrechnungen. Dadurch entstehen den Kassen jährlich Mehrkosten von rund einer Milliarde Euro. Dennoch setzt Gesundheitsminister Rösler auf weniger Kontrollen und mehr Vertrauen.
Kontraste: Teure Zivilklagen gegen Hartz-IV-Empfänger – Auch wer Recht hat, zahlt (11.02.2010) Wer Zivilklage gegen einen Hartz-IV-Empfänger einreicht, kommt vielleicht zu seinem Recht. Aber auch wenn der Richter zugunsten des Klägers entscheidet, folgt das dicke Ende oft nach. Denn wenn der Verurteilte mittellos ist, muss der Kläger nicht nur die Anwalts-, sondern auch die Gerichtskosten tragen.
WISO: Bürgerarbeit für Arbeitslose (08.02.2010)
WISO: Klage gegen Hartz IV-Satz (08.02.2010)
Westpol: Jugendämter am Limit (07.02.2010) Wenn Kinder verwahrlosen oder misshandelt werden, steht meist das zuständige Jugendamt am Pranger. Doch was können Jugendämter wirklich leisten? Viele arbeiten längst am Limit und klagen über zu wenig Personal
Ländersache: Kündigung wegen Bagatelle. Arbeitnehmer werden aus dem Job gedrängt (04.02.2010) Ob Trinkgeld an der Schwimmbadkasse, oder andere Bagatellen - überall in Deutschland scheinen derzeit Mitarbeiter auch bei kleinsten Auffälligkeiten ihren Job zu verlieren. Gerade Menschen in niedrigen Lohngruppen werden so immer öfter aus dem Job gedrängt, darunter besonders häufig Frauen.
Zur Sache Baden-Württemberg!: Ältere Beschäftigte - Verlierer der Wirtschaftskrise (04.02.2010)
Plusminus: Medikamenten-Studien. Pharmafirmen verheimlichen Negatives (02.02.2010) Viele Pharmakonzerne halten negative Studien zu ihren Medikamenten zurück. Dadurch kommen auch Präparate neu auf den Markt, bei denen eigentlich negative Nebenwirkungen schon vorher absehbar sind.
Report Mainz: Wieso Apotheken von Einsparungen verschont werden (01.02.2010) Die sichere Versorgung mit Arzneimitteln ist ein wichtiges Thema. So wichtig, dass es sogar hier im Koalitionsvertrag behandelt wird. Doch wo die Grenze liegt zwischen einer sicheren Versorgung und einem unnütz-teuren Überangebot?
Report Mainz: Experten fordern generelles Alkoholverbot für Jugendliche (01.02.2010) In letzter Zeit häufig sich Nachrichten über gewalttätige Jugendliche. Doch woher kommt diese hemmungslose Gewalt? Und welche Rolle spielt der Alkohol dabei?
Westpol: Pflege-TÜV auf dem Prüfstand (31.01.2010) Lange war der Pflege-TÜV gefordert worden. Jetzt ist die Bewertung und Benotung der Altenheime einschließlich Veröffentlichung der Ergebnisse da - und schon hagelt es Proteste. Einige Heimbetreiber ziehen vor Gericht. Kaum verwunderlich, geht es doch bei schlechter Beurteilung um die wirtschaftliche Existenz. Aber auch die Prüfer selbst und Interessenverbände der Heimbewohner sehen Verbesserungsbedarf.
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